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ich hasse es zu kochen

das geb ich offen zu. und eigentlich ist dieser umstand ja auch nur aus zeitgründen existent. denn ich esse gern. und ich probiere auch gerne mal ein neues gericht aus. allerdings im restaurant, wenn es jemand extra für mich zubereitet und es mir gebracht wird. aber wie gesagt, selber kochen: nein, danke! das wäre ja an sich nicht weiter schlimm, wenn ich ganz alleine wär. und ohne kinder. aber ich habe kinder und einen mann (der zum glück sehr gut und gerne kocht!).

ja, gesunde ernährung ist wichtig.

obwohl ich also nicht kochen mag, kann ich gut kochen. das heißt, dass die leute, denen ich bisher etwas gekocht habe, mein essen sehr gut gefunden haben. in der berufsbildenden höheren schule in der ich war, hatte ich sogar sehr viel vom fach „kochen“. das erste was ich mit meinen schulkolleginnen fabrizieren musste war ein salzburger guglhupf. unsere lehrerin war ein kleines bisschen sadistisch, was unter uns schülerinnen so manches mal für ausgehobene mägen sorgte. in diesem konkreten fall, also beim backen des guglhupfs,  ließ sie uns die butter mit dem kochlöffel schaumig rühren. dauerte EWIG! ich meine, wer rührt butter heutzutage noch mit dem kochlöffel wenns schon seit mehr als 50 jahren so neumodische Gerätschaften wie mixer gibt? aber, über frau b. kann ich gerne noch einen eigenen beitrag verfassen. oder ein ganzes buch.

nochmal fürs protokoll – ich koche gut, nur nicht gern.

der aufwand des kochens steht einfach in keinem verhältnis zu der kurzen zeit des genusses. zutaten einkaufen, heimtragen, herrichten, zubereiten, tisch decken, versuchen die kinder beim essen bei laune zu halten, selber essen. dann tisch abräumen, das geschirr abwaschen (wenn man pech hat mit der hand), zutaten verräumen, geschirr verräumen. reste aufbewahren, flächen abwischen. da geh ich einfach lieber essen. in ein restaurant – ohne kinder. fast-food-restaurants  – mit kindern – sind da auch dabei, das funktioniert mit kindern extra gut. und ich lass mir gelegentlich auch was liefern. oder ich nehme auf dem heimweg eine portion take-away sushi mit.

ich weiß schon – es ist de facto viel günstiger und manchmal wirklich gesünder selber zu kochen.

aber mir ist ehrlich gesagt einfach schade um die zeit. besonders wenn ich den ganzen tag arbeite und ich abends die kinder abhole. da sehe ich nicht ein, den restlichen abend noch mit kochen und aufräumen zu verbringen. während des kochens muss man ja auch noch für kinderunterhaltung sorgen. für mich ist das eine unangenehme arbeit, die ich lieber anderen überlasse. und ich bin auch bereit dafür zu zahlen. was erschwerend dazu kommt und was die meisten leute – auch die, die gerne kochen – kennen ist: mir geht es auf die nerven, mir ständig überlegen zu müssen, was ich kochen könnte. man will ja nicht ständig das selbe kochen. mal was neues ausprobieren. also ich würd ja gern, wenn ich nur lust dazu hätte! was mich in punkto „was neues ausprobieren“ auch zur weißglut bringt: ich koche was neues und meine kinder wollen nach dem ersten bissen erst recht wieder spaghetti. herzlichen dank!

also gibt’s halt oft, wenn ich selber koche, nudeln in jeglichen variationen.

du hast es dir sicher schon gedacht. ja, es stimmt: die soße/pasta/pesto sind gekauft. und manchmal denk ich mir: „ach komm, heute kochst du selber die bolognese.“ aber wenn ich das mache, schmeckts mir meistens nicht so gut wie ichs gern hätte. und dann komme ich wieder darauf zurück, mir die soßen fertig zu kaufen.was meine kinder betrifft, frag ich mich natürlich ab und zu, ob es nicht besser wäre ihnen selbst gekochte speisen zuzubereiten. aber auch dabei habe ich kein schlechtes gewissen, z.b. tiefkühlgemüse etc. zu verwenden. wenn es sich dabei um regionales gemüse handelt (iglo marchfeld, olé) , habe ich noch weniger ein problem damit.

Veröffentlicht in haushalt kinder

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